Warum das zählt
Wie sich ein Tragweg auf die Rechnung auswirkt
Rechnen Sie einmal nach: Eine Dreizimmerwohnung ergibt grob achtzig bis hundertzwanzig Kartons und Einzelteile. Bei dreißig Metern Weg legt jede Kraft pro Stück sechzig Meter zurück, hin und zurück. Das sind mehrere Kilometer an einem Vormittag, mit Last, oft über Stufen.
Genau hier entstehen die Umzüge, die länger dauern als angekündigt. Nicht weil jemand langsam arbeitet, sondern weil die Strecke in der Kalkulation gefehlt hat. Wir laufen sie deshalb beim Aufmaß einmal komplett ab und schreiben sie auf.
Nicht die Möbel machen den Umzug lang, sondern die Schritte zwischen Tür und Wagen.
Die Treppe
Treppen: was zählt und was nicht
Die Zahl der Stufen ist weniger entscheidend als die Form der Treppe. Ein gerader Lauf mit breitem Podest ist auch im dritten Stock beherrschbar. Eine enge Wendeltreppe kann schon im ersten Stock dafür sorgen, dass ein Schrank nicht nach oben kommt.
- Breite der Treppe an der engsten Stelle, nicht am Anfang
- Wendepodeste und wie viel Platz zum Drehen bleibt
- Höhe des Handlaufs und ob er zusätzlich einengt
- Deckenhöhe über dem Lauf, wichtig für hohe Schränke
- Zustand der Stufen, besonders bei Holztreppen in Altbauten
Der Möbellift als Alternative
Wenn ein Stück nicht durchs Treppenhaus geht oder wenn der Weg so lang ist, dass eine ganze Mannschaft einen halben Tag verliert, lohnt der Möbellift. Er arbeitet über Fenster oder Balkon und macht aus einer Stunde Treppe wenige Minuten. Ob die Fassade das hergibt, prüfen wir beim Aufmaß.
Am Umzugstag
Was wir tun, damit nichts leidet
Bevor das erste Möbel bewegt wird, wird der Weg vorbereitet. Böden bekommen Abdeckung, Türzargen und Ecken werden gepolstert, Handläufe abgeklebt, wenn es eng wird. Das kostet zwanzig Minuten und verhindert die Schäden, über die sonst nach der Übergabe gestritten wird.
Bei langen Wegen arbeiten wir außerdem mit Zwischenstationen: Kartons werden gesammelt und in Wagen gezogen statt einzeln getragen. Das ist schneller und schont die Kräfte, die am Nachmittag noch den Aufbau schaffen sollen.
Ihre Vorbereitung
Was Sie selbst tun können
Am wirksamsten ist Vorsortieren. Alles, was nah an der Tür steht, wenn wir kommen, ist Zeit, die niemand mehr aufwenden muss.
- Kartons schon am Vorabend in Türnähe stapeln, nicht in den hinteren Zimmern
- Schwere Kartons klein halten, damit sie einhändig durch enge Stellen passen
- Wege in der Wohnung freiräumen, auch im Flur und im Treppenhaus
- Kinder und Tiere für den Vormittag anderweitig unterbringen
- Einen Platz benennen, an dem Kartons am Zielort zwischengestellt werden dürfen